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Image by Laura Fuhrman

Unsere Geschichte...

Die Hofgeschichte.

Unser Hof blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht.
Im
Jahr 1868 kaufte der Tagelöhner Joseph Köster gemeinsam mit seiner Frau Katharina Albers aus Holten einen Hof in Sterkrade. Neben Acker- und Wiesenflächen gehörten auch Viehbestand, Gerätschaften und sogar ein Küchenschrank mit Kochofen zum Kauf dazu. Damit legten sie den Grundstein für eine Hoftradition, die über Generationen hinweg bestehen sollte.

Johann Köster

Anna Maas

Wilhelm Köster

Eine Familie mit starken Wurzeln


Josephs Sohn Wilhelm Köster (1870–1940) führte den Hof weiter und wurde zu einer angesehenen Persönlichkeit in Sterkrade-Nord. Er engagierte sich im Gemeinderat und vertrat die Interessen der Bevölkerung mit Humor und Geradlinigkeit. Die Zeitung schrieb nach seinem plötzlichen Unfalltod im Jahr 1940, dass „mit dem Bauern Köster eine allbekannte und geschätzte Persönlichkeit dahingeht, deren Rat man gern hörte“.

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Seine Frau Anna Maas (1877–1941) und die gemeinsamen Kinder führten die Arbeit fort. Die alten Familienfotos erinnern uns an diese Generationen, die mit harter Arbeit, Mut und Zusammenhalt durch wechselvolle Zeiten gingen.
Handel und Unternehmergeist Neben der Landwirtschaft betrieb die Familie auch eine Kohlen- und Düngemittel-handlung.


Bereits 1938 konnte das Geschäft auf ein 50-jähriges Jubiläum zurückblicken. In den Zeitungen hieß es, dass Wilhelm Köster durch sein zuverlässiges Handeln nicht nur das Vertrauen seiner Kundschaft gewann, sondern auch weit darüber hinaus geschätzt war.

Zerstörung und Neubeginn


Die Kriegsjahre hinterließen schwere Spuren. Bombenangriffe beschädigten Wohnhaus, Stallungen und Scheunen erheblich.

In einer Kriegsschädenfeststellung von 1951 sind die Verluste detailliert dokumentiert – ganze Gebäudeteile wurden zerstört oder schwer beschädigt. Doch die Familie um Johann und Maria ließ sich nicht entmutigen. Schritt für Schritt wurde aufgebaut, repariert und weitergemacht.

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Stabilisierung und Spezialisierung 

Norbert übernimmt aufgrund des frühen Todes seiner Vaters Johann den Familienhof bereits im Alter von 17 Jahren und führte ihn mit Mutter und Geschwistern Schritt für Schritt durch die Boomerjahre. Mit großem Engagement bauen Norbert und seine Frau Luise die Direktvermarktung Anfang der 80er Jahre auf und etablieren einen kleinen Hofladen, in dem frische Produkte aus eigener Erzeugung sowie von Partnerbetrieben angeboten werden.

 

Nach der Jahrtausendwende stellen Norbert und sein Sohn Christoph den Betrieb von der traditionellen Viehzucht auf teilweisen Gemüseanbau – unter anderem Spargel – um. Der Hof entwickelt sich dadurch zu einem vielfältig aufgestellten Landwirtschaftsbetrieb mit Kartoffeln, Spargel, Erdbeeren, Kürbissen sowie Bullenhaltung. Der Fleiß und das beständige Wirken von Norbert und Luise legen die Grundlage für einen im Dorf und in Oberhausen bekannten Bauernhof. 

Nachhaltigkeit für jetzt und die Kinder  

Mit viel Herzblut und seinem starken Bezug zur Landwirtschaft führt Christoph seit 2006 den nun schon über 150 Jahre alten Familienbetrieb, auf dem er seit 2008 mit seiner Frau Barbara und der Familie lebt. Unter seiner Leitung werden Felder und Wiesen weiterhin mit großer Sorgfalt bewirtschaftet, darunter auf den Feldern Kartoffeln, Dinkel, Roggen, Raps, Spargel, Erdbeeren und Schnittblumen, seit 2023 auch Hanf, angebaut. Der 2013 neu eröffnete Hofladen trägt klar die Handschrift von Christoph und Barbara, er bietet eigene Produkte sowie ausgewählte Erzeugnisse von Partnerbetrieben an.

 

Die artgerechte Haltung der Mastbullen liegt ihm besonders am Herzen, denn die Tiere leben auf Stroh in kleinen Gruppen und wachsen in Ruhe heran. Seit 2016 ergänzt die Legehennenhaltung in Mobilställen den Köstershof, wodurch die Hühner täglich auf der Wiese scharren und entdecken können. Auf Kundenwunsch entstanden weiterhin die beliebten Projekte „Kösters Märchenmarkt“ ab 2017 sowie seit 2022 die geführten Hoftouren, die inzwischen auch in Kooperation mit Kindergärten und Schulen stattfinden.

 

Nachhaltigkeit zeigt sich im Alltag des Hofes durch Strom aus Photovoltaik, Wärme aus der Hackschnitzelheizung und durch Förderung der gesellschaftlichen Bildung, wie über die seit 2023 regelmäßigen Besuche des Sophie-Scholl-Gymnasiums Oberhausen im Rahmen der dortigen Nachhaltigkeitswoche.

Mit seinem täglichen Engagement führt Christoph den Köstershof bodenständig und innovativ mit der Vision vor Augen, ihn nachhaltig, zukunftsorientiert und familiengeführt zu bewirtschaften. 

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